Kommentar: „Einfach mal: Danke!“

Ein Kommentar von Uwe Kalbe aus dem Neuen Deutschland

Man mag von der »jungen Welt« halten, was man will. Aber dass sie jetzt der breiten politischen Gegnerschar der Linkspartei als Vehikel für einen weiteren Feldzug dient, das hat sie nicht verdient. Die Redakteure, die in der Provokation zum 13. August offenbar eine Art Geschichtsaufbereitung sahen, müssten über das unerwartete eigene Gewicht erschrocken sein, so oberflächlich war ihr Versuch angelegt.
Campact – Waffen

Trotzdem kann es für die LINKE nach der absurden Aufforderung zur Distanzierung nur eines geben: Distanzierung. Selbst der parteiinterne Aufruf zur Trennung von der »jungen Welt« ist damit entwertet. Und er ist auch fragwürdig. Weil geschichtsvergessen. Zumindest gilt dies für die Anfeuerungsrufe der DDR- und LINKE-Hasser, die kaum verhehlen, was sie lieber täten, als sich zu beschweren: die »junge Welt« zugrunde richten. Das ist auch nur eine Variante des »Sputnik«-Verbots.

Die zunehmende Hysterie bei der Beurteilung von Geschichte muss die Linkspartei allerdings persönlich nehmen, denn gegen sie ist diese gerichtet. Ob Antisemitismus, Stalinismus oder Mauerbau – die Ideen zur Diffamierung der LINKEN hat die LINKE oft genug selbst geliefert. Der Brief der Bürgerrechtler an ihre Führung hätte deshalb die Überschrift der »jungen Welt« übernehmen können: Einfach mal: Danke!





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